Die Verunsicherung im Gesundheitswesen über das richtige Verhalten gegenüber muslimischen Patienten ist immer noch groß. Dieser Band fasst pointiert zusammen, was Helfer berücksichtigen müssen, wenn sie Muslime erfolgreich behandeln wollen.Die Behandlung von seelischen Erkrankungen darf der islamischen Lehre nicht widersprechen, soll sie eine Chance haben, von den Betroffenen akzeptiert zu werden. Malika Laabdallaoui und Ibrahim Rüschoff geben einen Einblick in die Themen und Konfliktbereiche, die auftreten können, wenn praktizierende Muslime sich in eine Therapie begeben. Das reicht vom Verständnis darüber, was eine psychische Erkrankung ist, bis hin zu einem angemessenen Verhalten beim Hausbesuch. Sie vermitteln damit wertvolle interkulturelle Kompetenz.
Empfehlenswert für alle, die mit muslimischen Patienten zu tun haben, besonders in Kliniken und Altenheimen, da sie sich hier langfristig auf die religiösen Besonderheiten einstellen müssen.
Malika Laabdallaoui ist Diplompsychologin und systemische Paar- und Familientherapeutin in eigener Praxis.
Ibrahim Rüschoff ist Psychiater und Psychotherapeut und nach langjähriger oberärztlicher Tätigkeit in der Psychiatrie als Ärztlicher Psychotherapeut niedergelassen. Er leitet die Islamische Arbeitsgemeinschaft für Sozial- und Erziehungsberufe und ist Mitglied im Zentralrat der Muslime in Deutschland.
Beide verfügen über viel Erfahrung in der psychotherapeutischen Behandlung muslimischer Patienten.